Charles K. Hoflings Krankenhaus-Experiment des Gehorsams

Charles K. Hoflings Krankenhaus-Experiment des Gehorsams

Zielen

Hofling (1966) schuf eine realistischere Studie über Gehorsam als Milgram’s, indem er Feldstudien an Krankenschwestern durchführte, die nicht wussten, dass sie an einem Experiment beteiligt waren.

Methode

Das Verfahren beinhaltete ein naturalistisches Feldversuch mit 22 (echten) Nachtschwestern. Dr. Smith (ein Handlanger) ruft die Krankenschwestern im Krankenhaus an (bei 22 verschiedenen Gelegenheiten) und bittet sie, zu überprüfen, ob sie das Medikament astroten haben.

Wenn die Krankenschwester überprüft, kann sie sehen, dass die maximale Dosis 10 mg betragen sollte. Als sie dem “Arzt” Bericht erstatteten, wurde ihnen gesagt, sie sollten 20 mg des Medikaments an einen Patienten namens “Mr. Jones” verabreichen. Dr. Smith war in verzweifelter Eile und er würde das Genehmigungsformular unterschreiben, wenn er später zu Herrn Jones kam.

Die Krankenschwestern wurden beobachtet, um zu sehen, was sie tun würden. Die Medikamente waren nicht echt, obwohl die Krankenschwestern dachten, dass sie es waren.

Wenn die Krankenschwester das Medikament verabreicht, haben sie drei Krankenhausregeln verletzt:

1. Sie dürfen keine telefonischen Anweisungen entgegennehmen.

2. Die Dosis war doppelt so hoch wie die auf der Verpackung angegebene Höchstgrenze.

3. Das Medikament selbst ist nicht zugelassen, d.h. nicht auf der Inventarliste der Station.

Das Medikament selbst war eine harmlose Zuckerpille, die nur für das Experiment erfunden wurde.

Ergebnisse

21 von 22 (95%) Krankenschwestern wurden leicht in die Ausführung der Befehle einbezogen. Sie sollten keine Anweisungen per Telefon nehmen, geschweige denn die erlaubte Dosis überschreiten (Das Medikament war ein Placebo).

Als andere Krankenschwestern gebeten wurden, zu besprechen, was sie in einer ähnlichen Situation (z.B. einer Kontrollgruppe) tun würden, sagten 21 von 22, dass sie sich nicht an die Anordnung halten würden.

Fazit

Hofling zeigte, dass die Menschen sehr unwillig sind, die angebliche “Autorität” in Frage zu stellen, auch wenn sie gute Gründe dafür haben könnten.

Kritische Bewertung

Eine Stärke dieser Studie ist, dass sie ein hohes Maß an ökologischer Validität aufweist, da sie in einer realen Umgebung durchgeführt wurde. Die Studie brach jedoch die ethische Leitlinie der Täuschung, da keiner der beiden Ärzte real war.

Referenzen

Hofling, C. K., Brotzman, E., Dalrymple, S., Graves, N. & Bierce, C. (1966). Eine experimentelle Studie über die Beziehungen zwischen Krankenschwestern und Ärzten. Journal of Nervous and Mental Disease, 143, 171-180.